Protokoll vom 2. Juni 2015

 

Zwei Motoren, drei Räder, kein Board - Leos Wagen in den ersten Zügen.

Zwei Motoren, drei Räder, kein Board – Leos Wagen in den ersten Zügen.

Gestern haben wir uns wieder getroffen und ganz viel Arduino-Zeug gemacht. Leo hat sein dreirädriges Gefährt zusammengeschraubt und zusammen mit mir überlegt, wie das Arduino Uno nun zu verkabeln ist. Auf den Seiten, die wir dazu im allwissenden Internet gefunden haben, wurde empfohlen, die Kontakte anzulöten. Löten. Ich. Hab im Leben noch keinen Lötkolben in der Hand gehabt. Habe ich also erstmal einen bei Amazon bestellt, mir schwant, dass ich den wohl zukünftig dann doch das eine oder andere Mal gebrauchen kann.

LightBlue Bean mit angepinnter LED. Es ist fast schon zu einfach!

LightBlue Bean mit angepinnter LED. Es ist fast schon zu einfach!

Timo und ich haben ausserdem die LightBlue Bean zum Laufen gebracht. Ich habe sogar eine LED auf ein Breadboard gesteckt, dieses dann mit Pin 5 der LightBlue Bean verbunden und das ganze dann derart virtuos programmiert, dass diese LED am Ende so geblinkt hat, wie ich es ihr befohlen hatte! Die Welt wird schon bald Wachs in meinen und den Händen der Bonner Ninjas sein!

Jan und Jochim haben wie üblich über Serversicherheit und so Admin-Zeug gestritten, ein Thema das mich persönlich ja ermüdet, bei den beiden aber anscheinend das Leben in ihnen erst so richtig pulsieren lässt – was mich dann doch wieder mitreißt 🙂

Ich habe außerdem erfahren, dass es Weltmeisterschaften im Schnell-Mausklicken gibt und dass es Menschen gibt, die an die 70 Euro für eine Maus ausgeben.

Protokoll der Session vom 5. Mai 2015 und Ausblick

In der letzten Session war ich selbst ja gar nicht dabei (ich weilte in Berlin auf der re:publica) und Jochim war so freundlich, das Dojo allein zu leiten. In verminderter Besetzung (insgesamt waren fünf da), ging es dort um Minecraft Mods und Minecraft Server, ein erstes Arduino-Set wurde in Augenschein genommen.

Leider sind ja die Arduinos, die ich bestellt habe, immer noch nicht eingetroffen, ich hoffe, das klappt bis nächste Woche! Wer schon mal gucken möchte, es handelt sich dabei um die LightBlue Bean, mehr Infos hier: https://punchthrough.com/bean/. Kurzer Hintergrund dazu: Arduino ist eine offene Plattform, die aus einer universitären Initiative hervorgegangen ist, es handelt sich dabei also gerade nicht um ein kommerzielles Produkt, sondern um das, was Stephan Noller in seinem Vortrag auf der re:publica als zu unterstützen vorgestellt hat.

Foto Google Cardboard

Google Cardboard: Smartphone als 3D-Brille benutzen.

Jedenfalls habe ich vom Google-Stand auf der re:publica zwei von diesen Papp-Dingsis erbettelt, in die man Smartphones einsetzen kann und sie dann wie eine 3D-Brille trägt. Cardboard heißen die, hier gibt’s ein paar Infos dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Google_Cardboard. Bin gespannt, was wir damit anfangen werden.

Unser nächstes Dojo steigt am 19. Mai, wie gewohnt um 15:00 Uhr in der AWO Beuel, Neustraße 86, 53225 Bonn. Kommt alle!

 

 

Protokoll vom Dojo am 21. April 2015

Gestern fand unser 4. Dojo statt. Diesmal haben wir folgende Sachen gemacht:

  • Leo hat, weil er sich an unsere Idee aus dem ersten Dojo erinnert hatte, ein bisschen zum Thema “Minecraft Mods” recherchiert und ist dabei auf “ScriptCraft” gestoßen. Damit kann man einfache Mods selber erstellen. Wir bleiben am Ball, so richtig kapiert habe ich das noch nicht, Leo ist da schon etwas weiter als ich 🙂
  • Jochim hat die ehrenvolle Aufgabe übernommen, meinen Raspberry Pi ohne Bildschirm und ohne Tastatur ans Laufen zu bringen
  • Zusammen mit Leo habe ich The Big Ding Dong aus Lego Mindstorms gebaut. Die Mechanik mit zwei Servomotoren haben wir fertig, als nächstes müssen wir das Ding noch so programmieren, dass es zur vollen Stunde die richtige Zahl Ding Dongs dongt. Unser Video sieht aber schonmal vielversprechend aus, finde ich.
  • Timo hat eine WhatsApp-Gruppe aufgesetzt, jede*r Teilnehmer*in kann sich bei Timo melden, um dort aufgenommen zu werden, damit wir auch zwischen den Sessions in Kontakt treten können.
  • Ich habe angeregt, dass ich für die nächste Session mal fünf Arduinos mit ein paar Sensoren bestelle, die wir dann gemeinsam programmieren können und die die Teilnehmer*innen dann auch mit nach Hause nehmen können. Unser Plan ist, ein Lego Mindstorms Gefährt zu bauen, auf das wir die Arduinos mit ein paar Sensoren schnallen, um von verschiedenen Standorten Sensordaten zu übertragen, also Licht, Temperatur, vllt. auch Beschleunigungs- und Neigungsdaten. Ich bestelle die mal und werde die Teilnehmer*innen dann demnächst um eine Spende zum Ausgleich der Kosten bitten.
  • Das nächste Dojo findet am 5. Mai um 15:00 Uhr in der AWO Beuel, Neustraße 86, statt. Leider werde ich selbst nicht dabei sein können, ich treibe mich da auf der re:publica herum. Jochim hat sich dankenswerterweise bereit erklärt, das Dojo dann allein durchzuführen.

Hier nun The Big Ding Dong im Video:

 

 

 

Protokoll Dojo vom 7. April 2015

Der Raspberry Pi Roboter, den Nicco und Kirstin im Potsdamer Dojo gebaut haben.

Der Raspberry Pi Roboter, den Nicco und Kirstin im Potsdamer Dojo gebaut haben.

Letzten Dienstag hatten wir Besuch von Nicco Kunzmann und Kirstin Heidler vom Coder Dojo Potsdam. Kirstins Vater Norbert war auch dabei. Sie hatten zwei Roboter mitgebracht, einer auf Raspberry Pi Basis, der andere auf Arduino. Es hat mir geholfen zu hören, dass die Entwicklung der Teilnehmer*innenzahl in Potsdam sich ähnlich verhalten hat wie bei uns: Während in der ersten Sitzung beinahe die Sitzplätze nicht gereicht hatten, war die Zahl in der zweiten Sitzung stark rückläufig (bei uns waren es da noch rd. 10 Personen) und in der dritten dann noch mal. Nicco sagte mir, dass in Potsdam in der dritten Session nur noch zwei da waren, aber dass sie inzwischen auf einen Durchschnitt von 10-20 Personen pro Session kommen. Am Dienstag waren wir immerhin zu zehnt (und ein Baby!), für eine Session in den Schulferien also ganz ok.

Was haben wir gemacht? Aaalso:

  • Timo hat eine kleine Animation in Blender gemacht (ein Roboter, der winkt und das Coder Dojo Bonn Logo als Textur trägt) und daraus ein animated GIF hergestellt
  • Jan Luca hat sich mit Tabellen in HTML beschäftigt und Farben gemischt. Ausserdem hat er dann das animated GIF von Timo in seine Webseite eingebaut – also hier schon voll das Teamplay, sehr schön!
  • Nicco und Kirstin haben uns den Arduino-Roboter gezeigt. Fabio und Sandra haben ihn zusammen mit Norbert auch ein wenig in C++ umprogrammiert. In dem kleinen Video oben seht Ihr den Arduino-Roboter. Den Raspberry-Roboter haben wir uns angesehen, aber wie es sich für ein zünftiges Coder Dojo gehört, hatte der technische Probleme :).
  • Jochim und Jan haben sich, wenn ich’s richtig mitbekommen habe, mit Virtual Machines beschäftigt.
  • Zusammen mit Nicco und Timo habe ich versucht, meinen Raspberry Pi in Betrieb zu nehmen, dazu haben wir uns durch die Anleitung von Nicco gearbeitet.

 

Für unsere vierte Session am 21. April haben sich wieder mehr Teilnehmer*innen angekündigt. Ich freue mich, wenn neben unseren “üblichen Verdächtigen” Frauke und Maico dann wieder dabei sein werden. Neu angekündigt haben sich Heike und ihre zwei Jungs, jippieyayeeeh!

Drittes Dojo morgen, am 7. April 2015

Morgen, am 7. April 2015, findet das dritte Dojo statt. Zeit wie immer 15:00 Uhr, Location wie immer AWO Beuel, Neustraße 86, 53225 Bonn.

Diesmal erwarten wir Besuch von Nicco Kunzmann aus Potsdam. Er betreibt das dortige Coder Dojo und ich bin schon sehr gespannt darauf, was für Erfahrungen er bisher gemacht hat und was wir für uns daraus ableiten können. Ausserdem möchte er zwei Roboter mitbringen, die wir uns dann einmal genauer ansehen wollen.

 

Zweites Coder Dojo am 24. März

Heute waren wir ein kleinere Gruppe, in der wir zusammen erste Schritte in Sachen Website-Aufbau gemacht haben. Wir haben auf unseren Rechnern einen Code-Editor installiert (zum Beispiel notepad++ unter Windows und Brackets unter OS-X und Linux) und eine Software zum Hochladen von Dateien per FTP auf einen Server (zum Beispiel FileZilla unter Windows oder ForkLift unter OS-X).

Wir haben erste kleine HTML Dateien geschrieben und dort unsere ersten HTML Tags verwendet. Danach haben wir diese Dateien auf den Server von www.coderdojobn.org hochgeladen und uns danach die Ergebnisse im Browser angesehen.

Wir haben unsere Seiten mit dem <a>-Tag untereinander verlinkt und Links auf externe Seiten gesetzt. Wir haben ein Bild auf den Server hochgeladen und dieses auf unseren Seiten angezeigt. Wir haben Text mit dem style-Attribut farbig gemacht und uns das System angesehen, nach dem die Farben in hexadezimaler Schreibweise gemischt werden.

Wichtig war, dass wir gesehen haben, dass Seiten auf unseren lokalen Rechnern nur von uns gesehen werden können und dass sie, wenn sie auf dem Webserver liegen, von der ganzen Welt gesehen werden können. Wir haben gemerkt, dass nur wir die Dateien auf dem Webserver ändern können, weil wir die Zugangsdaten zu diesem Server haben, und dass alle anderen sich die Seiten nur so anschauen können, wie wir sie gebaut haben.

Die nächste Session findet am 7. April, also dem Dienstag nach Ostern, statt.

Kleine Vorstellung Jochim Selzer und Maxim Loick

Wenn ich da hin gehe, zu diesem Coder Dojo Bonn, was sind denn da für Leute? Zumindest mal diese beiden hier:

Jochim Selzer

Jochim Selzer

Jochim Selzer

Hier im Bild seht Ihr Jochim Selzer. Jochim ist Applikationsadministrator bei der Deutschen Post. In seiner Freizeit engagiert er sich beim Chaos Computer Club, beim Arbeitskreis gegen Vorratsdatenspeicherung und ist örtlicher Datenschutzbeauftragter der Evangelischen Kirche. Seit März 2013
veranstaltet er zweimal monatlich Cryptoparties in Köln und Bonn. Und jetzt auch das Coder Dojo Bonn.

Twitter: @jselzer

 

 

 

 

Maxim Loick

Maxim Loick Porträt

Maxim Loick

Hier seht Ihr Maxim Loick, er arbeitet als freier IT Berater in Bonn und ist bei D64 – Zentrum für Digitalen Fortschritt engagiert. Er beschäftigt sich dort mit dem Thema Bildung vor dem Hintergrund der Digitalisierung. Maxim hat zwei Söhne, die auch manchmal mit ins Dojo kommen.

Twitter: @Pausanias

Im Dojo trägt er übrigens keine Hemden und keine Krawatte, wir hatten nur gerade kein anderes Bild da 🙂

Das Dojo Bonn ist da! Und wir brauchen Mentor*innen!

Um sich bei den Kolleg*innen der internationalen Coder Dojo Bewegung als sog. Dojo Champion zu registrieren, muss man auf einen Button klicken, auf dem “Jump in” steht. Und genau so ist es dann auch gekommen – wir, Jochim und ich, sind einfach mal reingesprungen.

Nach einigen Wochen Vorbereitung, in denen wir den Raum bei der AWO organisiert, unser Logo erfunden und die Teilnahmebedingungen erstellt haben, in denen wir die lokale Presse über unser Vorhaben informiert haben, ging es am Dienstag, dem 10. März tatsächlich los, und zwar gleich mit einem vollen Haus. Wir haben uns riesig über das breite Interesse gefreut, wenn gleich uns das auch vor die Herausforderung gestellt hat, dass wir nicht für jede*n einzelne*n voll da sein konnten, denn wir wussten nicht, wie viele kommen würden, wie alt sie sein würden und welche Interessen sie mitbringen würden – und so verlief die erste Stunde ein wenig chaotisch.

Dennoch sind wir nicht ohne Ergebnis geblieben, wir haben eine Menge spannender und interessanter Themen aufgeschrieben, die wir gar nicht alle gleichzeitig angehen können, aber die uns genügend Inspiration für die nächsten Wochen geben werden. Ich liste die hier mal der Reihe nach auf:

  • einen Minecraftserver aufsetzen
  • Minecraft Mod
  • einen Taschenrechner programmieren
  • eine Website erstellen, eine Webseite programmieren
  • das Coder Dojo Bonn Blog erstellen (hiermit geschehen! Ich werde in der nächsten Session Accounts vergeben, dann können die Teilnehmer*innen auch selbst was schreiben!)
  • Obst Xylophon
  • Wo kann man E-Mails schreiben?
  • Spiele entwickeln, die u.a. Grafik enthalten
  • Java programmieren
  • Java grafische Sachen
  • einen Einblick in Programmiersprachen wie C++
  • einfache Spieleumgebungen gestalten
  • anonym surfen, reicht ein Programm, das eine fremde IP angibt?
  • Open Data Sachen – Bonner Kunstwerke?
  • Statistiken mit R
  • einen Hüpfroboter bauen

Viele haben uns gefragt, womit sie uns am meisten helfen können. Die Antwort ist klar: Wir brauchen noch zwei bis drei Mentor*innen, damit jede Gruppe, die sich mit einem Thema beschäftigt, eine*n Aktivator*in hat. Viele der Kinder und Jugendlichen sind voller Elan, aber sie benötigen Unterstützung darin, wie man eine Problemstellung in kleine Teilprobleme zerlegt und in welcher Reihenfolge man sie am besten angeht.

Ich glaube, dass die Mentor*innen, die wir suchen, keine außerordentlichen IT-Skills brauchen, sondern vielmehr mit einem beherzten “Weiß ich auch nicht, lasst es uns im Internet herausfinden!” einfach anfangen und die Kinder und Jugendlichen mitnehmen.

Also meldet Euch, springt mit uns einfach rein, es macht riesigen Spaß (und darum soll’s ja gehen!)

Die nächste Session findet übrigens am 24. März 2015 um 15:00 Uhr in der AWO Beuel, Neustraße 86, 53225 Bonn, statt! Ich werde dann auch mal ein wenig Elektronik-Bastelzeug mitbringen, damit die jüngeren ein niedrigschwelliges Angebot zum Mitmachen haben. Ich habe in zwei Bastel-AGs zusammen mit Stephan Noller und Herrn Poloczek in Köln damit sehr gute Erfahrungen gemacht, Stephan hat das hier auch noch einmal verbloggt.